Angola: Höhepunkte
Auf dieser 15-tägigen Rundreise entdecken Sie Angola als eines der ursprünglichsten und am wenigsten bereisten Länder Afrikas. …
© 2026 Kultur Reisewelt
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Die erste Bevölkerung, die die Region Angolas bewohnten, waren die Khoisan-Völker, Gruppen von Jägern und Sammlern, die heutzutage noch in Südangola zu finden sind. Ab dem 6. Jahrhundert wanderten Bantu-Völker aus dem Norden ein, die sesshafte Landwirtschaft, Eisenverarbeitung und komplexe politische Strukturen mitbrachten und die Ureinwohner größtenteils verdrängten. Im späten 15. Jahrhundert begann der Kontakt mit Portugiesischen Seefahrern, die 1483 die Küste Angolas erreichten und bald intensive Beziehungen mit dem Königreich Kongo aufnahmen. 1575 gründeten sie Luanda als erste dauerhafte Siedlung. Angola entwickelte sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte zu einem zentralen Umschlagplatz im transatlantischen Sklavenhandel. Im 19. Jahrhundert weitete Portugal seine Kontrolle allmählich ins Landesinnere aus. Im Rahmen der Berliner Konferenz (1884/85) wurde Angola offiziell als portugiesische Kolonie anerkannt. Die Kolonialherrschaft war geprägt von wirtschaftlicher Ausbeutung, Zwangsarbeit und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung. Nach einem blutigen Unabhängigkeitskrieg wurde Angola am 11. November 1975 von Portugal in die Unabhängigkeit entlassen. Doch schon kurz darauf stürzte das Land in einen verheerenden Bürgerkrieg, der durch den Kalten Krieg zusätzlich angeheizt wurde. Seit dem Ende des Bürgerkriegs erlebt Angola eine Phase des Wiederaufbaus, wirtschaftlichen Wachstums (vor allem durch Öl- und Diamantenexporte), aber auch großer sozialer Ungleichheit. Die Aufarbeitung der Kriegsfolgen, der Ausbau von Infrastruktur und die Bekämpfung von Armut und Korruption sind zentrale Herausforderungen für das moderne Angola.
Die Amtssprache in Angola ist portugiesisch und wird besonders in den größeren Städten von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochen. Daneben gibt es viele einheimische Sprachen, die in verschiedenen Regionen als Mutter- oder Alltagssprachen verwendet werden wie z.B. Umbundu, die meistgesprochene Bantu-Sprache Angolas oder Kimbundu, vor allem verbreitet im Raum um Luanda. Viele Angolaner sind mehrsprachig – sie sprechen neben Portugiesisch auch mindestens eine dieser Bantu-Sprachen im familiären oder lokalen Kontext.
In Angola bekennt sich die Mehrheit der Bevölkerung zum Christentum, wobei ein erheblicher Teil auch traditionelle indigene Glaubensrichtungen praktiziert. Etwa 41 % der Angolaner sind römisch-katholisch und 38 % sind protestantisch. Ein kleinerer Prozentsatz, etwa 12 %, gehört keiner religiösen Gruppe an. Die übrige Bevölkerung umfasst Anhänger traditioneller Glaubensrichtungen, Muslime, Juden, Bahaʼis und andere religiöse Gruppen.
Aufgrund der kolonialen Geschichte ist die Kultur Angolas portugiesisch sowie afrikanisch geprägt und bietet einen Mix aus Tradition und Moderne. Vor allem in der Hauptstadtregion ist die Kultur sehr lateinamerikanisch geprägt. Pastéis de nata, gegrillter Fisch und ein starker Espresso sind ebenso Teil des Alltags wie Musikstile mit Wurzeln in Afrika, Brasilien und Europa. Dennoch hat das Land mit seiner Küche, seinen Festen und seinen künstlerischen Traditionen viel zu feiern. Vor allem im Landesinneren begegnet man vielfältigen Traditionen der Bantu-Völker, die sich in Sprache, Kleidung, Tänzen und Festen ausdrücken.
Die Angolaner gelten als warmherzig, stolz und widerstandsfähig – geprägt von Jahrhunderten kolonialer Unterdrückung. Respekt, Gemeinschaft und Lebensfreude sind zentrale Werte in der angolanischen Gesellschaft. Besucher werden freundlich aufgenommen – ein Lächeln oder ein kurzer Gruß („Olá“ oder „Bom dia“) öffnet oft Türen.
Angola ist ein Land voller Gegensätze und Vielfalt, was auch an den unterschiedlichen Regionen zu sehen ist. Im Westen des Landes befindet sich die Küstenregion, das wirtschaftliche und politische Herz Angolas mit den größten Städten des Landes. Das zentrale Hochland rund um Städte wie Huambo und Kuito liegt deutlich höher und ist dadurch kühler und fruchtbarer. Der Norden Angolas ist tropisch-grün, mit dichtem Regenwald und reicher Artenvielfalt. Im Süden öffnet sich Angola zur kargen Schönheit der Namib-Wüste, mit weiten Ebenen und wenigen Straßen. In der Provinz Namibe treffen Savanne, Wüste und Atlantik aufeinander.
Die angolanische Küche ist eine Mischung aus afrikanischen und portugiesischen Einflüssen. Grundnahrungsmittel sind Mais, Reis, Bohnen Gemüse wie Okra und Tomaten, sowie Fisch und Fleisch. Beliebte Gerichte sind Funje (ein Brei aus Mais- oder Maniokmehl), Mufete (gegrillter Fisch) und Moamba de Galinha (Hühnchen in Erdnusscreme). Traditionelle Getränke sind Palmwein und Cachaca (Zuckerrohrschnaps). In Großstädten wie Luanda, Lubango oder Benguela findet man ein breites Spektrum an Restaurants: von gehobener internationaler Küche bis zu kleinen, familiären Lokalen oder „Cantinas“. Portugiesische, brasilianische, libanesische und chinesische Einflüsse sind besonders stark vertreten. Die Preise können je nach Lokaliät variieren – während die Kosten für ein Abendessen in einem Straßenlokal sich auf ca. 6 USD belaufen, kann ein einfaches Essen in einem mittelklassigen Restaurant für 2 Personen in Luanda leicht 50 USD kosten. Trotz der Armut in einigen Gebieten ist Luanda als eine der teuersten Städte der Welt bekannt, was sich auch auf die Lebensmittelpreise auswirkt.
Angola hat ein tropisches bis subtropisches Klima, das sich durch warme, feuchte Sommer und mildere, trockene Winter auszeichnet. Die genauen Bedingungen variieren jedoch je nach Region und werden von Faktoren wie Höhe, Längegrad und ozeanischem Einfluss beeinflusst. An der Küste und im Norden herrschen ganzjährig hohe Temperaturen (25-30°C) und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Regenzeit dauert von November bis April. Im Hochland, im Zentrum und Süden sind die Temperaturen gemäßigter und es gibt größere Unterschiede zwischen Tag und Nacht. Im Südosten ist es heiß und trocken, besonders während der Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von Oktober bis Mitte Mai. In dieser Zeit gibt es häufig starke Niederschläge, besonders von Dezember bis März, mit Gewittern. Die Trockenzeit erstreckt sich von Mitte Mai bis September. In dieser Zeit ist die Luftfeuchtigkeit geringer und es gibt mehr sonnige Tage.
Die offizielle Währung in Angola ist der Kwanza (AOA). Internationale Kreditkarten – vor allem VISA – werden nur in größeren Hotels und wenigen gehobenen Restaurants akzeptiert. Im Alltag wird fast alles in bar und in der Landeswährung bezahlt. Geldautomaten (ATMs) sind in Luanda unter anderem am Flughafen, in großen Hotels, Supermärkten und Bankfilialen zu finden. Auch in vielen Provinzstädten gibt es Geldautomaten – allerdings sind diese nicht immer mit Bargeld bestückt. Die Bargeldabhebung ist in der Regel nur mit VISA-Karten möglich, und das Tageslimit liegt bei 40.000 AOA (ca. 40€). Vermeiden Sie es, Geldautomaten auf offener Straße zu benutzen. Sicherer sind Automaten in Einkaufszentren, Banken oder Supermärkten. Lassen Sie sich beim Abheben niemals von Fremden ansprechen oder helfen. Am Flughafen (in der Wechselstube) sowie in manchen Hotels kann Bargeld in Euro oder US-Dollar in Kwanza umgetauscht werden. Für Reisende gilt bei der Einreise eine anmeldefreie Obergrenze für Devisen von bis zu 5.000 USD (Gegenwert) für Erwachsene.
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung in Angola ist mit europäischen Standards nicht vergleichbar. In vielen öffentlichen Kliniken fehlt es an moderner Technik, hygienischen Bedingungen und qualifiziertem Personal. Staatliche Krankenhäuser sind häufig überlastet, und insbesondere außerhalb der Hauptstadt ist die Versorgung sehr eingeschränkt. In Luanda gibt es einige private Kliniken mit besserem Standard, darunter auch internationale Einrichtungen wie die Clínica Sagrada Esperança, die Girassol-Klinik oder MediClinic Luanda. Diese werden von Reisenden und Expats bevorzugt. Für alle medizinischen Behandlungen, auch im Notfall, ist grundsätzlich Vorkasse zu leisten. Kreditkarten werden nicht immer akzeptiert – halten Sie ausreichend Bargeld in USD oder AOA bereit.
Krankheiten:
Neben Malaria bestehen in Ostafrika teilweise weitere Krankheits-Risiken. Für eine detaillierte und aktuelle Information besuchen Sie die Website des Auswärtigen Amts oder des Centrum für Reisemedizin (www.crm.de) und lassen Sie sich von einem Reisemediziner oder Tropeninstitut beraten. Des Weiteren empfehlen wir Ihnen die Hygiene-Regeln einzuhalten und sich eine gute Reiseapotheke zusammen zu stellen.
Reiseapotheke:
Stellen Sie sich eine kleine Reiseapotheke für Ihre Reise zusammen, die neben Verbandszeug, Blasenpflaster, Kopfschmerz- und Desinfektionsmittel auch ein Darmtherapeutikum enthalten sollte. Die gängigen Moskitoschutzmittel, die Sie in Deutschland mit dem Wirkstoff DEET erhalten (z.B. NoBite) sind ausreichend. Denken Sie unbedingt an Sonnencreme mit einem Mindest-Schutzfaktor 20, wir empfehlen 30 (auch für die Lippen). Wenn Sie unter einer chronischen Erkrankung leiden, sollten Sie Arzneimittel, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, in ausreichender Menge mitnehmen.
Versicherungen:
Im Reisepreis sind keine Reiserücktrittskosten-, Reiseabbruch- oder Reisekrankenversicherungen enthalten. Falls Sie bei der Buchung noch keine Versicherung abgeschlossen haben, empfehlen wir Ihnen sehr, für die Dauer Ihrer Reise, eine Auslands-, Kranken- und Rückholversicherung abzuschließen. Für diesen Fall haben wir Ihren Reisetipps ein Informationsblatt beigelegt (bitte beachten Sie die Fristen!). Vor dem Hintergrund, der mit dem Versicherungsabschluss verbundenen Fristen, empfehlen wir Ihnen einen umgehenden Abschluss. Falls Sie bereits im Zusammenhang mit der Buchung eine Versicherung abgeschlossen haben, erhalten Sie Ihre Versicherungsunterlagen.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Rua de Benguela 17
Cruzeiro, Luanda
Telefon: +244 222 430 404, +244 222 430 505, +244 222 430 604
E-Mail: info@luanda.diplo.de
Website: luanda.diplo.de/ao-de
Botschaft der Republik Angola
Werderscher Markt 10
10117 Berlin
Telefon: +49 30 24089728
E-Mail: botschaft@botschaftangola.de
Website: www.botschaftangola.de/
Die Internetversorgung in Angola ist regional sehr unterschiedlich. In Luanda und einigen größeren Städten gibt es gute Mobilfunk- und Internetverbindungen, auch WLAN ist in den meisten Hotels, internationalen Cafés und Restaurants kostenlos verfügbar. In ländlichen Gebieten hingegen ist der Zugang oft eingeschränkt oder langsam.
Die Landeswährung ist der Kwanza (AOA).
Wechselkurs (Stand Juli 2025): 1 € ≈ 1100 AOA (Achtung: starke Kursschwankungen möglich).
Angola gilt teilweise als ein Land mit einem Sicherheitsrisiko für Reisende. Es gibt eine hohe Kriminalitätsrate, insbesondere in Luanda und anderen Städten, mit häufigen Raubüberfällen und Diebstählen, teilweise auch bewaffnet. Es wird Ihnen deshalb empfohlen, besonders nachts nicht alleine unterwegs zu sein und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wie z.B. Wertsachen nicht offen zu zeigen und Geld am Körper zu tragen. Nehmen Sie teuren Schmuck oder andere Wertgegenstände am besten gar nicht erst mit auf Ihre Reise oder lassen Sie diese im Hotel. Achten Sie stets gut auf Ihre Handtasche, Rucksäcke und Fotokameras.
Die Netzspannung beträgt in Angola 220 Volt bei 50 Hertz, was mit europäischen Standards kompatibel ist. Steckdosen entsprechen oft dem europäischen Typ C, in manchen Fällen auch Typ F. Dennoch empfiehlt sich die Mitnahme eines Universaladapters, da es je nach Region Unterschiede geben kann. In ländlichen Gegenden oder bei schlechter Infrastruktur sind Stromausfälle keine Seltenheit.
Nutzen Sie nur registrierte Taxis oder Fahrdienste wie Kubinga (eine Art angolanisches Uber). Inoffizielle Taxis sind oft nicht zuverlässig oder überteuert.
Achten Sie darauf, dass der Preis im Voraus ausgehandelt wird, da Taxameter meist fehlen.
Besondere Vorsicht gilt Ihrem Gepäck beim Ein- und Aussteigen, insbesondere an belebten Orten wie Märkten oder Busstationen.
Die Landesvorwahl für Angola ist +244.
Für Anrufe nach Deutschland wählen Sie +49.
Mobilfunknetze funktionieren in den Städten zuverlässig. Internationale Roaming-Tarife können teuer sein – informieren Sie sich bei Ihrem Anbieter über spezielle Auslandsoptionen.
Es empfiehlt sich, vor Ort eine angolanische SIM-Karte zu kaufen (z. B. von Unitel oder Movicel) – günstig und in vielen Shops erhältlich.
Angola liegt in der Westafrikanischen Zeitzone (WAT), also MEZ –1 Stunde.
Informationen zu den Einfuhrbestimmungen für Angola erhalten Sie direkt bei den diplomatischen Vertretungen Angolas in Deutschland.
Angola – Unberührte Natur, endlose Atlantikküste und faszinierende Vielfalt
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Angola zählt zu den faszinierendsten und zugleich noch wenig bereisten Reisezielen Afrikas. Gewaltige Wasserfälle, weite Savannen, spektakuläre Küstenlandschaften und koloniale Städte prägen das vielseitige Bild des Landes. Zwischen ursprünglicher Natur, lebendiger Kultur und beeindruckender Geschichte entdecken Sie auf Angola Reisen ein Afrika abseits der bekannten Touristenpfade. Profitieren Sie mit SKR Reisen u. a. von diesen Vorteilen:
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